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Abfallbeauftragter: Was es zu beachten gilt

Seit Anfang Juni müssen auch die meisten Inverkehrbringer von Elektrogeräten, Altbatterien, Transportverpackungen oder Verkaufsverpackungen einen Abfallbeauftragten bestellen: Das ist in der neuen Abfallbeauftragtenverordnung geregelt, die den Kreis der Verpflichteten entsprechend erweitert. Welche Unternehmen dazugehören hängt neben der Branche, auch von der Art und Menge der anfallenden Abfälle ab. „In jedem Fall können nur besonders qualifizierte Betriebsangehörige diese Aufgabe übernehmen“, weiß Zentek-Fachmann Michael Droege. Außerdem seien in der neuen Verordnung auch die Anforderungen an die Beauftragten erhöht worden. Externe Beauftragte könnten daher für viele Betriebe die günstigere und effektivere Lösung darstellen. 

„Insbesondere der Umgang mit gefährlichen Abfällen erfordert eine hohe fachliche Qualifikation, mehrjährige praktische Erfahrung, sowie ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Verantwortung, die den Behörden gegenüber regelmäßig nachzuweisen ist“, so Droege. Betriebsbeauftragte für Abfall müssen neben umfangreichem Spezialwissen über ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein verfügen: Vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen sei die Bestellung eines externen Abfallbeauftragten nach Paragraf 59 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes daher in vielen Fällen nicht nur eine Frage des Knowhows, sondern auch der Wirtschaftlichkeit, stellt Droege heraus.

Ein externer Beauftragter stelle die Ist-Situation beim Kunden fest, dokumentiere sie und informiere außerdem über Änderungen im Umweltschutzrecht oder bei der technischen Entwicklung im Umgang mit Abfällen. Zudem berate er den Kunden bei Auswahl, Einführung sowie Betrieb entsprechender Techniken und Verfahren und unterstütze ihn bei Absprachen mit den zuständigen Umweltschutzbehörden. „Ein Abfallberater ist für einen ganzen Strauß von Maßnahmen verantwortlich“, so Droege weiter: Und der reiche von der regelmäßigen Fortbildung über die Analyse der abfallrelevanten Prozesse und die Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten bis hin zur Durchführung von Entsorgeraudits.

„Insbesondere kleinere Unternehmen tun sich hier nicht erst seit der Zunahme des Fachkräftemangels schwer, ihren Verpflichtungen nachzukommen“, meint der Fachmann, der selber Betriebsbeauftragter für Abfall gemäß §§ 59-60 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) nach Fachkundelehrgang ist: Ein externer Partner, wie ihn Zentek den Kunden zur Verfügung stelle, sorge neben Zeit- und Kostenersparnis bei der Erfüllung der gesetzlichen Auflagen durch fach- und sachgerechte Nachweise auch für eine Reduzierung des Haftungsrisikos. „Außerdem müssen die Unternehmen keine Mitarbeiter außerhalb Ihrer Kernprozesse binden.“