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Aus für Plastiktüte: das passiert mit den ausgedienten Einkaufsbeuteln

Nicht jedes Land verfügt über eine so gut funktionierende Abfallwirtschaft wie Deutschland und so gelangen jedes Jahr bis zu 13 Millionen Tonnen Kunststoffmüll in die Ozeane. Die Kleinstteile sind eine tödliche Falle für Meerestiere und über die Nahrungskette kann vieles wieder auf unserem Teller landen. Grund genug nicht nur im Lebensmittel-Einzelhandel auf Plastiktüten an der Kasse komplett zu verzichten. 

Damit die bereits eingekauften und nun nicht mehr benötigten Tüten die Umwelt aber nicht zusätzlich belasten, hat die Zentek ein spezielles Entsorgungskonzept entwickelt: In Kooperation mit dem Spezialisten Purus Plastics verwandeln sich die Tüten im Handumdrehen in neue Produkte. Das Besondere dabei: Purus ist kein konventionelles Recyclingunternehmen sondern ein Kunststoffverarbeiter mit eigener Sekundärrohstoffversorgung. Bodengitter die dem Kies auf der stilvollen Auffahrt den nötigen Halt geben, Drainageboxen zur Dachbegrünung sowie Kabelspulen gehören zum Portfolio des Unternehmens. Die Tüten werden in dem Betrieb im oberfränkischen Arzberg zunächst geschreddert und zu einem Agglomerat verarbeitet, aus dem die Bayern mit eigenen Spritzgussmaschinen dann ihre innovativen Markenprodukte herstellen. „Ein 40-Tonner mit zirka 1,3 Millionen Tüten liefert den Rohstoff zur Herstellung von 25 Tonnen nachhaltiger Produkte“, so Purus-Geschäftsführer Thomas Manzei. „Und dank unseres modernen Maschinenparks sind wir jetzt sogar in der Lage, das Agglomerat direkt in die Spritzgussmaschinen verarbeiten zu können“, erläutert er. Bislang war dazu noch die Umwandlung in ein Regranulat, also ein energieverbrauchender Produktionsschritt mehr notwendig gewesen. Insgesamt spart man durch den Schritt pro LKW-Ladung 25,7 Tonnen CO2 ein.

„Das allein werde das Müllproblem in den Meeren natürlich nicht lösen, so Zentek-Geschäftsführer Christoph Ley: Der Verzicht auf Plastiktüten sei jedoch ein guter Schritt, den man gerne mit dem sinnvollen Recyclingkonzept unterstütze". Die meisten deutschen Einzelhändler sind aufgrund einer Selbstverpflichtung des Handelsverbandes Deutschland inzwischen dazu übergegangen den Verbrauch zu reduzieren indem sie die umweltschädlichen Tragetaschen nicht mehr umsonst abgeben. 

Auch wer bei der Entsorgung kleinerer Chargen Unterstützung benötigt kann auf das Knowhow der Zentek bauen: Die Kölner realisieren für jede anfallende Menge auch spezielle Lösungen.