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Kunststoffe: Recycling-Technologien sind ein Baustein gegen die Plastikflut

Innovative Lösungen zum Schutz der Flüsse und Ozeane gehörten auch auf der IFAT zu den beherrschenden Themen: So widmete sich bereits eine der Auftaktveranstaltungen der Frage, wie die Menschheit künftig mit dem Material Plastik umgehen soll. Die Teilnehmer der von Fernsehjournalist Dirk Steffens geleiteten Podiumsdiskussion waren sich einig: So wie bisher kann und soll es nicht weitergehen. Messegeschäftsführer Stefan Rummel sah Recycling-Technologien wie sie auf der IFAT vorgestellt wurden, denn auch nicht als einzige Lösung: Bei der Herausforderung Plastikmüll seien alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette gefragt. Dabei wird die Recyclingtechnik immer besser: „Wir verfügen heute über die nötigen Technologien um den Rohstoffkreislauf im Bereich der Kunststoffe völlig zu schließen“, so Zentek-Geschäftsführer Christoph Ley. Daher sei es jetzt wichtig den Einsatz von Recyclingkunststoffen weiter zu steigern.

Und dazu gibt es bereits viele geeignete Produkte: Bereits vor anderthalb Jahren, als Plastiktüten fast völlig aus dem deutschen Handel verschwanden, sorgte die Zentek dafür, dass aus den nicht mehr benötigten Beuteln wieder etwas Sinnvolles entstehen konnte.

In Kooperation mit einem Kunststoffverarbeiter wurden aus dem Material Bodengitter, die dem Kies auf der stilvollen Auffahrt den nötigen Halt geben, Drainageboxen zur Dachbegrünung, Paletten für den Groß- und Einzelhandel sowie Kabelspulen. Aus der Ladung eines 40-Tonners mit zirka 1,3 Millionen Tüten wurde so der Rohstoff zur Herstellung von 25 Tonnen nachhaltiger Produkte. Das allein wird das Müllproblem in den Meeren natürlich nicht lösen: Aber auch in vielen anderen Einsatzfeldern ist die Nutzung der hochwertigen Recyclingkunststoffe, die die Industrie inzwischen anbietet, möglich.

„Wir müssen Ressourcen stärker nutzen, Kunststoffe und andere Materialien effektiver recyceln und verhindern, dass Plastikabfälle in unsere Umwelt gelangen“, sagte auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf der Münchner Messe. Es gelte überflüssiges Plastik zu vermeiden und dabei falle Technologien eine Schlüsselrolle zu: „Auf der IFAT haben wir intelligente und innovative Umwelttechnologien gesehen, die bereits Teil der Lösung vieler unserer Umweltprobleme sind“, so die Ministerin.